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	<title>Design &#38; Photography by Philipp C. Adrian &#187; Leute</title>
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		<title>Wohnzimmerabteil in der SBB</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 21:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist doch immer wieder interessant, wie sich Leute im Zug benehmen, bzw. wie sehr sie sich „zuhause“ fühlen und was sie sich so erzählen, sobald sie keinen Mitreisenden mehr sehen können. Dabei kann die nächste Person schon direkt hinter ihnen sitzen. Viele Leute nerven sich darüber, aber als regelmässiger Zugfahrer hab ich so, schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-305" title="Wohnzimmerabteil SBB" src="http://www.greenish.ch/blog/wp-content/uploads/2010/01/Wohnzimmerabteil-SBB2.jpg" alt="Wohnzimmerabteil SBB" width="100%" /></p>
<p>Es ist doch immer wieder interessant, wie sich Leute im Zug benehmen, bzw. wie sehr sie sich „zuhause“ fühlen und was sie sich so erzählen, sobald sie keinen Mitreisenden mehr sehen können. Dabei kann die nächste Person schon direkt hinter ihnen sitzen. Viele Leute nerven sich darüber, aber als regelmässiger Zugfahrer hab ich so, schon so manches Wissenswerte erfahren. Ehrlich.</p>
<p><span id="more-280"></span>Zum Beispiel, dass man keine Wohnung mieten sollte, bei der ein feuchter Fleck an der Wand ist. Nein, auch dann nicht, wenn man das auf die Mängelliste setzten kann und dies womöglich auch tut. Es kann einem dann nämlich passieren, wie ich eben im Zug erfahren habe, dass man dann, kurz nach dem Einzug (wobei logischer Weise, alle Kisten noch auf dem Boden stehen) einen Wasserschaden zu melden hat, der das gesamte Badezimmer inkl. Gang und Wohnzimmer überflutet hat. Diesen Fehler werde ich jetzt ganz bestimmt nicht mehr machen, da ihn ja schon die Bekannte der Dame mit Telefon zwei Viererabteile weiter, gemacht hat. Diese Geschichte und die gewisse Schadenfreude dieser Dame am Telefon, hat mich und mindestens vier mir unbekannte Personen in meinem direkten Sitzumfeld über 15 min lang amüsiert.</p>
<p>Okay. Ich gebe zu, auf jede dieser „nützlichen“ Informationen gibt’s im Gegenzug (Tadaaa ein Wortspiel)  mindestens eine Million Dinge, die man nicht unbedingt Wissen musste, geschweige denn, Wissen wollte. Dinge, die ich nicht Wissen wollte, versuche ich normalerweise, so schnell wie möglich wieder zu vergessen, weshalb es hier jetzt auch kein Beispiel gibt. Aber immer mal wieder gibt’s doch Gespräche, die man nicht unbedingt mit anhören musste – aus denen man nicht ungedingt etwas fürs Leben mitnehmen kann – man allerdings trotzdem froh ist, sie mit angehört zu haben, da sie einem einfach den Tag gerettet haben.</p>
<p>Genau so ein Fall vor ein paar Monaten: Ein Gespräch zwischen zwei Männern (So ein richtiges Männergespräch könnte man sagen ^^). Nachdem der Eine, den Anderen mindestens fünf mal laut gefragt hatte, ob er ehrlich zum anderen sein dürfe und sich damit die Aufmerksamkeit des ganzen Wagens gesichert hatte, kam, nach der Zustimmung des zweiten, ungefähr folgende Klarstellung:</p>
<blockquote><p>„Auso los mol&#8230; dini frou&#8230; was isch eiglich mit ir? I cha jez mol garnüt mit ir afa! UND ich bi numme so aständig zura gsi will du da bisch gsi. Susch hät ich der de angersch öpis verzeut. Nur mal so zum chlarstelle: Das isch numme us fründschaft zu dir gsi, das ich so nätt bi gsi.“</p></blockquote>
<p>Woraufhin ein Moment Stille herrscht, um eine mögliche Antwort zu hören und als klar wird, dass der Andere sprachlos ist, der ganze Wagen in ein mehr oder weniger offenes und mehr oder weniger erstauntes Gelächter verfällt&#8230; und sich der erste rechtfertigend und zum Publikum hin wendet:</p>
<blockquote><p>„Ja isch doch war! Ich mein das muess me me doch mol sage! Er isch ja en supper cherl, aber sini frou! Ich mein&#8230;“</p></blockquote>
<p>Dann wurde er vom Ersten, etwas verärgert, zum Schweigen gebracht.</p>
<p>Woraufhin alle Anwesenden Blicke ausgetauscht und versucht haben, ihr Lachen zu unterdrücken, da es gegenüber dem mit der schrecklichen Frau, doch nicht grad viel Mitgefühl ausdrückt – wobei ich bezweifle, dass sie so schlimm ist :).</p>
<p>Dieser und viele andere, viel kleinere Dinge, wie zum Beispiel eine ältere Dame, die bestens vorbereitet zu sein schien, auf die gerade einsteigenden, vierzehnjährigen Handyghettoblasterkids und Seelenruhig, mit einem Lächeln auf den Lippen, Oropax herausnimmt und dann weiter liest, versüssen mir meinen Alltag und bringen mich zum lächeln.</p>
<p>Und wenn man sich über diese Störungen nervt oder sich grad nicht Stören lassen will, kann man sich ja seine Ohren mit Kopfhörern zustöpseln ­– was ich auch hin und wieder mache. aber viel lieber fahre ich mit offenen Augen und vor allem offenen Ohren Zug, wodurch es immer mal wieder was zu Lachen und zu Erzählen gibt.</p>
<p>Also Leute, hört auf euch zu nerven und geniesst es lieber, so viele komische Menschen um euch zu haben, wobei ich definitiv der Komischste bin :)</p>
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